Emily

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Geschafft!

 

Endlich steht die Finanzierung für den Treppenlift für Jule und meinen Rücken.

Als ich mir vor etwa einem Jahr eingestand, das ich mein „Päckchen“ nicht mehr so mir nichts, Dir nichts tragen kann und wir ein –weiteres- Hilfsmittel benötigen, war klar, das die Finanzierung nicht leicht sein würde.

Durch den Tod meines Mannes Jan 2010 bin ich mit meinen Kindern, Max an der Hand und Jule auf dem Arm, durch so manche dunklen Täler und viel Neuland gewandert. Sachen, um die ich mich nie kümmern musste waren plötzlich meine Aufgaben:

Die weitere sichere, sogenannte „Bedienung“ unseres hoch fünfstelligen Umbaukredites, Sorgen des Alltags, eine Einschulung und die Sorge um meine Gesundheit, mein seelisches Gleichgewicht und die Verarbeitung des Verlustes.

Das Tagwerk, das ich plötzlich alleine stemmen musste. Entscheidungen, die Jule betreffen, diagnostische Untersuchungen und die Behinderung als solche forderten Kraft, die ich plötzlich alleine aufbringen musste. Anstrengende seelische, aber auch körperliche Arbeit.

Ich habe meine Mutter selbst in frühester Kindheit verloren. Ich habe heute noch mit dieser Trauerarbeit zu tun.

Und so war mir klar, dass gerade mein Sohn Max viele Möglichkeiten, geeignete „Werkzeuge“ und „Hilfsmittel“ bekommen muss, um seinen Verlust gut verarbeiten zu können.

Wir sind 7 Wochen nach dem Tod meines Mannes in Mutter-Kind-Kur gefahren, über Weihnachten. Dort warteten schon „Engel“ auf uns. Eine Psychologin, die sich auf Trauerarbeit spezialisiert hatte, viel Wärme, viel Herz, offene Ohren und ein gutes Essen. Ein erträgliches Weihnachtsfest.

Die Psychologin stellte den Kontakt zur Trauergruppe EMILY her.

Ich wusste bis dahin gar nicht, dass es so etwas gibt!

Und so sind Max und ich drei Monate nach dem Tod meines Mannes in Wehrda, bei den nächsten Engeln, gelandet.

Das wir, außer der Hilfe und Unterstützung für unsere Seelen, auch noch finanzielle Hilfe in Wehrda finden würden, haben wir „damals“ ja noch nicht gedacht!

 

Unser Treppenlift ist ein „Second-Hand-Modell“. Schnell glaubt man, das 2.Hand auch heißt, das es ziemlich günstig wird. Nun, dies liegt im Auge des Betrachters.

Ich hatte mit einem Betrag zu tun, der bei 8400 € lag. Die Krankenkasse bezahlt 2557€ dazu.

Ich habe mich hingesetzt und ca. 25 Stiftungen angeschrieben.

Eine einzige Stiftung, die THEODOR-FISCHWASSER-STIFTUNG aus Bonn, hat einen Betrag von 1000€ übernommen.

Meine Not war groß und so habe ich mit der Firma Practicomfort, die mir den Treppenlift verkauft und eingebaut hat, eine Ratenzahlung vereinbart. Auch ein paar Engel, die sehr freundlich und hilfsbereit waren.

 

Und dann kam Ihr Pfarrer Armin und sagte, dass sich da „bestimmt was machen lässt“.

Ich war jedes Mal zu Tränen gerührt, im Herzen gewärmt und ganz dankbar, wenn ich auf meinen Kontoauszügen „Gutschrift Wehrda-Martinskirche“ gelesen habe.

Insgesamt habe ich von Ihnen / Euch / Dir mehr als 3000€ bekommen.

Mehr als 3000 Felsbrocken, die von meinem Herzen gefallen sind.

Engelsgeschenke sozusagen.

Vielen, vielen, ganz herzlichen Dank.

Den restlichen Betrag haben die heimischen Engel der Diakonie Kleebachtal übernommen.

 

Geschafft!

 

Wir haben auf unseren Wegen viele Engel getroffen. Waren die schon vorher da? Ich zumindest hatte sie nicht bemerkt.

Erst durch den Tod habe ich sie sehen können, plötzlich waren sie überall.

Meine Freundinnen, die zur Höchstform aufgelaufen sind. Familie, Bekannte und Therapeuten haben gestützt und geschoben. Ich hatte ein gutes, sehr gutes und auch großes Helfersystem und das hat uns in diesem Fall sofort getragen. Wir fielen einigermaßen weich, wenn man das überhaupt so sagen kann. Wir haben viele neue Menschen kennen gelernt, die heute unser Leben bereichern, die uns gut tun.

Ich kann überhaupt nicht soviel DANKE!!!! sagen, wie in meinem Herz ist. Ich kann nicht soviel umarmen, wie meine Arme wollen.

Aber ich sende jedem einzelnen von Ihnen hiermit ein warmes, leises Danke in Ihr Herz und wünsche Ihnen ganz viel Gesundheit und viele „Engel“ in der Not, gerade dann, wenn Sie welche brauchen.

Sie waren ein Teil meiner Engelschar!

 

Herzlichst,

Alexandra

mit Max und Jule

(Dezember/2013)

 

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